27. August 2016

Vom Beenden, Verändern, Zusammenlegen und Eins werden

Schluss gemacht

Wie ich bereits bei Facebook angekündigt hatte, habe ich dort meinen Account gelöscht – komplett!

Die Gründe sind vielfältig, aber um es mit den Worten meines Bruders zu sagen „Facebook zieht mehr von meiner Energie, als es gibt.“
Dinge und auch Menschen, die einem Energie rauben, sollte man aus seinem Leben werfen, so gut es geht. Das ist manchmal ganz schön hart und manchmal trifft man eine Entscheidung, um fest zu stellen, dass sie falsch war aber nicht umkehrbar sind.
Das sind dann Fehler, aus denen man lernen kann. Denn ohne Fehler gibt es keine Entwicklung!

Nein, ich meine damit nicht das Löschen meines Facebook Accounts!

 Zur Cranger Kirmes flogen zwei Luftschiffe darüber und gaben ein schönes Motiv im Sonnenuntergang ab

So nah und doch so fern

Auch wenn Facebook zu den Social Media gehört, ist der Kontakt dort nicht immer sozial und auch viel zu oft nicht mal wirklich real.
Natürlich hat es mir auch sehr gute Dienste geleistet, Kontakte zu knüpfen und in Kontakt zu bleiben. Aber Posts dort oder Likes reichen oftmals nicht aus, bleiben zu oberflächlich oder können nicht ausgenutzt werden, weil trotz des Wunsches, virtuelle Kontakte zu vertiefen, der reale Kilometerabstand doch zu groß ist, um intensiver zu werden.
Anders herum ist manchmal auch so, dass man aus dem unbekannten Nichts Hilfe bekommt, die man nicht erwartet hat und die einen umhaut, wie die wahnsinnige Postflut, die uns erreicht hat vor gut 4 Jahren, als ich im Krankenheus lag und um ein paar Geburtstagskarten für meine Tochter gebeten hatte.
Was da passiert ist damals, hat uns geflasht und noch immer würde meine Tochter und ich gerne wissen, wer alles wirklich dahinter gesteckt hat – unmöglich in der Menge, aber definitiv ein unvergleichlich schönes Erlebnis und dabei lief das ganze eigentlich „nur“ über meinen Blog. Facebook hat eine viel größere Reichweite.

Aber es soll gar nicht um Social Media gehen oder warum ich meinen Account gelöscht habe.

Willkommen

Ich möchte nur kurz *hüstel* erklären, was sich hier und um mich und überhaupt tut, tat, tun wird…
Durch das Schließen meines Shops hat sich ja schon eine Menge verändert!
Es wird keine neuen Dateien von mir geben und kreative Ergüsse werden nicht mehr so zahlreich sein, wie zuvor. Damit werden einige Leser weniger Interesse an meinem Blog haben – das ist ok!

Ich werde nicht aufhören zu bloggen, auch wenn ich es noch immer nicht schaffe, regelmäßig zu posten. Und es wird mehr zu lesen als zu gucken geben, auch das hatte ich schon angekündigt. Kreativ wird es bleiben, vielleicht mehr aus der malerischen Ecke, der Alltagsecke und der Gedankenecke.
So wie sich der Inhalt des Blogs ändert, wird sich auch die Leserschaft ändern, sofern sie nicht dieselbe Änderung mit gemacht hat wie ich in den letzten Jahren. Wie auch immer:

Seid Willkommen!!!

Altes wird neu

Was sich etwas unbemerkter verändert hat, ist das Zusammenlegen meiner anderen beiden Blogs. Eigentlich hatte ich meinen „Diabetes“ Blog ausgelagert. Da ich nun im Prinzip wieder „privater“ schreibe, werden meine sporadischen Diabetespost hier integriert und der Diabetes Blog wurde bereits gelöscht.
Meiner Meinung nach wichtige Artikel, sind bereits hier eingefügt worden – so empfehle ich euch gleich nochmal meinen Post über „Unterzuckerung - Ein Diabetiker sollte sich schämen" und gebe euch mit, dass ihr vielleicht ein- zweimal mehr eure Augen ein bisschen aufhaltet auch bei Kindern! Lieber einmal mehr Hilfe anbieten, als einmal zu wenig!!

Das gleiche gilt für meinen Food-Blog, den ich lange nicht mehr bedient habe, den ich aber überarbeitet hier wieder einfließen lassen möchte – immer unter dem speziellen Aspekt meiner speziellen Ernährungsweise.

Gut so

Das alles fühlt sich gerade richtig für mich an – alles zusammen hier bin jetzt wieder ich, nicht abgetrennt, nichts läuft nebenbei, nichts kommt zu kurz, alles zusammen eine bunte Mischung meines Lebens mit allen Aspekten.

Warum ich das schreibe?

Weil ich dies kleine Detailarbeit des Beendens, des Veränderns und des Zusammenlegens nebenbei in den letzten Tagen/Wochen immer wieder gemacht habe und nun soweit fertig bin.
Es soll auch erklären, warum noch angekündigte fehlende Post noch nicht hier erschienen sind, denn zu mehr bin ich einfach nicht gekommen.
Sei es, weil ich wieder einige Untersuchungen hatte/habe, weil ich zwei/drei private Projekte laufen hatte/habe und das Leben als solches an sich sehr aktiv ist momentan.
Ich werde das alles noch machen was ich mir vorgenommen habe, weil ich Spaß daran habe und weil der Blog mir hilft, meine To-Do-Liste nicht aus dem Auge zu verlieren und weil ein bisschen Social Media nicht schaden kann.

Habt ein schönes Wochenende – genießt die Sonne, für die, die das mögen und für alle die es lieber etwas kühler haben (so wie ich) – geht ins Kino, die haben eine tolle Klimaanlage!


8. August 2016

Schottland - Highlands - ein kleiner Urlaubsfilm als Sommerlochfüller

Back again

Ich schulde euch zwar noch ein paar "interessante Dinge von den Schottländern - aber kaum aus dem Urlaub, schon wieder rein ins pralle Leben...
Also gibt es erstmal nur ein bisschen für die Augen...

Ein bisschen grün für's Auge

Der Grund warum ich/wir nach Schottland wollten, war vorrangig die Landschaft - und wir wurden nicht entäuscht - Schottland ist atemberaubend und die Zeit war definitiv zu kurz - so werden wir noch einmal dort hin fahren müssen. Der Film kann leider nicht komplett wieder geben, wie schön es dort ist, aber er gibt einen kleinen Einblick unserer Eindrücke, die wir mitbringen konnten.

Ich bin gespannt, ob euch der Film gefällt!



26. Juli 2016

5 Dinge die ich bisher in Schottland gelernt habe - Der Schottländernals solcher an sich, oder das Ding mit der Kultur

Während von Deutschland Katastrophenmeldungen eintreffen, fühlt es sich komisch an, Urlaub zu genießen. Und auch wenn wir Europäer zu "jetzt erst recht"-Freiheiten tendieren, bleibt der bittere Nachgeschmack.

Passt auf euch auf, wo immer ihr seid und ja genießt, was ihr habt!!!

Wir genießen gerade Schottland!

Ziemlich unvorbereitet sind wir nach Schottland gestartet.
Ja klar, haben wir schon lange die Flüge und den Mietwagen gebucht, aber sehr viel mehr habe ich nicht organisiert bekommen, da dieses Jahr so wuselig und vollgepackt ist, dass meine Zeit für Recherchen, sich auf ein paar Forenbeiträge und einige Blogposts von Reisebloggern beschränkt hat.


Die Reiseführer, die ich bestellt hatte, kamen auch erst 2 Tage vor Abflug an und sind bis jetzt auch relativ jungfräulich. Abgesehen von Rissen in der Landkarte die den Reiseführern bei lagen, weil sich Landkarten, wie schon vor 20 Jahren ohne Navigationsgeräte, schlecht im Auto machen, wenn man sie dort auf engstem Raum ausbreiten möchte, ohne dem Fahrer die Sicht zu versperren.
Was nicht nur auf schottischen Straßen fatal enden kann.

Der bayerische Schotte

Also sind wir relativ unvorbereitet zu den Schottländern gefahren und haben nun auch keine großen kulturellen Unterschiede erwartet...
Was grundsätzlich auch so ist - sie haben Wohnungen und Geschäfte, sie sprechen alle englisch... schottisches Englisch.... also klangtechnisch, als würde ein echter Bayer englisch sprechen.... was verständigungsmäßig im englischen wie im deutschen nicht verständlich ist, ist man nicht Bayer oder Schotte, oder am besten beides zu gleich...


Aber ein paar Dinge laufen bei den Schotten schon anders, als bei uns... oder als erwartet...

Schotten haben heißes Wasser!

Also wirklich heißes Wasser, selbst auf den öffentlichen Toiletten sind immer Heißwasserhähne und mit heiß meinen die Schotten HEIß!
Allerdings sind heißes und kaltes Wassert hier meist nur in getrennten Hähnen zu finden, wenn man sich also mal mit "warmen" Wasser das Gesicht waschen möchte, wird es schwierig. 

Meine Taktik - beide Hähne aufdrehen, dann erst kaltes Wasser in die hohlen Hände laufen lassen und dann kurz rüber zum heißen Wasser schwenken, damit das kalte Wasser mit dem heißem Wasser vermischt wird, aber nicht zu lange, weil man sich sonst die Finger verbrennt und ab ins Gesicht. Gutes Timings ist gefragt!
Duschen klappt aber auch für Warmduscher aus einem Hahn - meine Taktik mit den beiden Wasserhähnen wäre unter der Dusche zwar einer Kneippkur sehr ähnlich, aber würde noch bescheuerter aussehen und zudem auch echte Verbrennungen mit sich bringen.

Türen haben nicht immer Klinken!

Merke - kann man Türen aufdrücken, braucht man keine Klinke!
Das ist eine ganz einfache und logische Sache und der kluge und sparsame Schotte weiß das eben.
Die Türklinkenhersteller aus Deutschland würden hier in Schottland pleite gehen, weil sie nur die Hälfte der Einnahmen hätten, wie bei uns in Deutschland.
Vielleicht sind wir Deutschen auch einfach nur symmetrischer veranlagt und brauchen auf beiden Seiten der Türen Klinken, denkt man aber mal darüber nach, wird einem schnell klar, dass das nun wirklich unnötig ist!
Es kann in Schottland also gut passieren, dass man durch eine Tür geht, die als solche auch erkennbar ist, obwohl ihr mit Sicherheit die Türklinke fehlt, wenn man sie aufdrücken kann und dann aber plötzlich in einem vermeintliche kleinen Raum landet - Sackgasse!
Wände zu allen drei Seiten!
Zwischenraum?!
Dann guckt man erst einmal dumm und ich weiß aus Erfahrung, dass es nicht nur mir als Deutsche so ergangen ist, sondern, dass auch eine Engländerin nach mir mit dieser Situation kurzfristig überfordert war.
Manchmal sind die sogenannten Türen nämlich so gut getarnt, dass man schon mal die falsche "Wand" wählt und sprichwörtlich gegen diese läuft.
Meine Taktik - vorsichtig die Wände antippen und gucken was sich bewegt - manchmal muss man auch fester drücken - aber bitte nicht einfach darauf zu laufen... könnte ein harter Widerstand sein!



Rote Ampeln zählen nicht!

Es gibt doch diesen Witz aus irgendeinem Land, wo es auf weiter Flur keine Autos auf der Straße zu sehen gibt und eine Ampel dem Fußgänger rot anzeigt, wo ein Deutscher brav wartet, obwohl kein Auto kommt, und wartet und wartet, bis doch ein Auto kommt und vor ihm anhält und der Fahrer fragt:" Na, auch Deutscher?!"

Ich glaube, der Witz kommt aus Schottland!
Der Schotte kennt keine roten Ampeln, zumindest nicht als Fußgänger - Autofahrer zählen hier nicht, die haben anscheinen alle Regeln zu beachten, nur links herum...
Der Schotte schaut auf die Straße, kommt ein Auto, wartet er kurz, kommt kein Auto, geht er über die Straße... kommt ja kein Auto!
Meine Taktik - ich bleibe definitiv stehe, wenn die Fußgängerampel rot zeigt!
Ich bin doch nicht lebensmüde!
Der Linksverkehr macht mich in Schottland so konfus, dass ich eh nur hektisch links, rechts, links, recht, recht, rechts, links schaue... da warte ich lieber auf das schrille Piepen und stiefle dann relativ sicher über die Straße!
Wenn ich nicht gerade die Fußgängerampel mit der Autofahrerampel verwechsle...
Denn Merke - Autofahrerampel sehen aus wie bei uns und hängen oben, aber nicht nur direkt an der Fahrerspur, sondern auch irgendwo mitten auf den Zwischenübergängen, dort sind sie leicht mit Fußgängerampeln zu verwechseln. Aber nur für Deutsche, denn Fußgängerampeln in Schottland sind immer direkt neben einem auf dem Fußgängerweg mit symbolischen Männchen und auf Sichthöhe mit Druckknopf und piepen schrill!
In Aberdeen macht "rote Ampeln zählen nicht" übrigens richtig Sinn.
Aberdeen ist eine Küstenstadt, in der mindestens so viele Möwen leben, wie Menschen und die gerne auf Laternen und Ampeln sitzen, um sich zu putzen, zu schauen ("Meins!") oder den wartenden Fußgängern auf den Kopf zu kacken... also die Möwen, nicht die Menschen.


Apropos Straßen

Ja ja, Linksverkehr, weiß ja jeder - ist einfach nichts für schwache Nerven - also meine Nerven. 


Als Beifahrer bin ich bestimmt schon eine Katastrophe, als Fahrer schaffe ich es sogar meinen ansonsten tiefenentspannten Mann einen Adrenalindauerfluss zu versetzen. Ich darf bei unserer Rundreise als als Beifahrer die Landschaft genießen, wenn ich es schaffe den Blick von ein Schlaglöchern zu lösen - wir reden hier von Löchern, die den Lochs (also den tiefen Seen hier in Schottland) maßstabsgetreu verkleinert auf den Straßen nachempfunden sind.
Während also auf der einen Seite Felsen direkt von den Schlaglöchern, die die Seitenlinien kennzeichnen, aufsteigen, schaut man auf der anderen Seite in den dicht bewucherten Abgrund zum Loch.
Als wäre das nicht genug, ist diese zu beiden Seiten stark begrenzte Straße keine Einbahnstraße, sondern ein sogenannter "One Trail with Passing Places" - zu deutsch: Einbahnstraße mit Einbuchtungen.
Das funktioniert hier ganz automatisch und total sozial. Sieht man ein Auto auf sich zukommen, bleibt man beim nächsten wirklich gut platzierten Passing Place stehen und lässt den anderen passieren, dann bedankt man sich noch nett und es kann mit 60 Meilen pro Stunde - ca. 96 km/h weiter gehen. Spannend wird es bei Bussen, Wohnmobilen und Lastwagen - sagt mein Mann, mir reichen alleine die Schlaglöcher bei 20m/ph.
Meine Taktik - Augen zu!

Wetter

Wenn man sich nicht ordentlich informiert, ist man selber schuld!
Schottland ist ganz klar regnerisch, nebelig und kalt! Deshalb sollte man unbedingt wetterfeste und warme Kleidung mitnehmen, auch im Sommer.
Deshalb habe ich auch einen Sonnenbrand und völlig verschwitze Kleidung inzwischen. 


Es mag stimmen, dass man an nur einem Ort verweilend Dauerregen ausgesetzt ist, aber wenn man herum fährt und andere Gegenden besucht, die auch nur 10 Kilometer entfernt von dem Ort sind, an dem es gerade besagte Hunde und Katzen regnet, kann es sein, dass einem strahlender Sonnenschein und (gefühlte) subtropisch anmutende Temperaturen erwarten - vor allem in den Highland, die anscheinend hinter jedem Hügel eine andere Wetterkarte benutzen.
Ich habe großen Respekt vor den Meteorologen hier, denn ihre Vorhersagen stimmen ortsgenau im Abstand weniger Kilometer, dass bekommen deutsche Meteorologen nicht mal ansatzweise so genau berechnet.
Meine Taktik - Zwiebellook und immer, wirklich immer eine Regenjacke dabei haben - und Deo... und Sonnencreme.

Soweit mein erster Eindruck!
Wenn ich verstanden habe, nach welchem Prinzip man hier in Schottland in Restaurants und Bars bestellt, wie man genau die Klospülung betätigt und nach welchen Regeln das Spülen von Geschirr ohne Geschirrspülmaschine funktioniert, werde ich gerne darüber berichten!

Falls euch das interessiert...?!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!





12. Juli 2016

Schluss - der Shop schließt - endgültig!!!

Nein, kein Fake!


Der kleiner Himmel Shop schließt!

Nicht nur für den Urlaub, sondern komplett!

Der kleine Himmel macht dicht - es wird keine neues Stickdateien mehr geben!

Und das fühlt sich verdammt richtig so an!




Alte Dateien


Natürlich wird es alle alte Dateien, weiterhin zu kaufen geben.
Demnächst werdet ihr alle bisherigen Dateien bei alles-für-selbermacher finden:
Dort schicke ich gerade alle Dateien fleißig hin und verstopfe das Postfach und wenn ihr den Lieben dort ein bisschen Zeit gebt, könnt ihr dort auch demnächst himmlisch shoppen!

Bisher konntet ihr ja einige himmlische Dateien hier finden:


Endspurt


Bis Donnerstag bleibt mein Shop noch on und alle bis Freitag (15. Juli 2016) bezahlten Dateien werden noch verschickt und verbucht, dann schließt der Shop!


Erklärung?

Es gibt nicht viel zu erklären, glaube ich...

Ich fühle mich als "Kreative" und ich bin kein "Verkäufer" - das Internetgeschäft und der ganze Papierkram drumherum lag mir schon immer quer im Magen und hat respektive oft meine Kreativität blockiert.
Mir wird das Zeichnen und Digitalisieren fehlen - das war für mich immer Entspannung, aber alles andere nicht - dafür bin ich nicht gemacht.
Und den Shop zu schließen, fühlt sich sehr befreiend an!

Ich könnte jetzt auch noch viel rumjammern, was mir alles nicht passt am Leben, der Welt und dem Kosmos, aber im Grunde bleibt nur: es ist nicht das Richtige für mich, also muss ICH das ändern!

Und nu?

Bin ich frei, meinen Blog zu führen, ohne euch etwas aufschwatzen zu wollen - den hier geht es weiter!
Kann ich mich privat auf andere Dinge einlassen, die mir links und rechts gefallen, aber nie Platz gefunden habe zwischen meinem schlechten Gewissen und dem Druck, was tun zu müssen.
Und ich kann die blöde Business-Brille absetzen, durch die ich eh so schlecht sehen konnte und habe nun endlich wieder klare Sicht im Netz, den Blogs und den Menschen hier in meinem Computer!

Ich freu mich!
Und ich hoffe ihr bleibt und freut euch mit mir!




29. Juni 2016

Island - Rückblick - Ode an das Land der Trolle und Elfen - aus aktuellem Anlass

Ätherisch

Das ist das erste Wort, das mir vor 2 Jahren einfiel, als ich morgens wach wurde und an Deck unseres Urlaubsschiffs stand und zum ersten Mal einen Blick auf Island warf.

Es war kühl, aber mild. Es war flach und doch steil. Es dampfte und wolkte, aber es war nicht nebelig. Es war grau und grün und blau und es war sehr still an Bord. Ungewöhnlich still, denn irgendwie waren alle gefangen von dem Anblick.


Von Trollen und der Ursuppe

Ich kam mir vor wie ein Landhopper - 12 Länder in 5 Tagen, denn wir waren nur 2 Tage in Island und wir haben leider das Land nur gestreift, aber die kurze Zeit hat gereicht, um zu faszinieren, denn egal, was ich euch hier an Bildern zeigen kann, nicht ein Foto konnte die Besonderheit einfangen, die dort herrscht.

Wir hatten leider nicht immer gutes Wetter und oft wirkte die Landschaft grau und braun von Nebelschwaden durchzogen, aber gleichzeitig wirkten die bewohnten Orte auch wieder bunt und lebendig wie Kinderzeichnungen.

Unser erstes Ziel war Akureyri und von dort starteten wir, um uns die Trollfelsen anzuschauen...

(Na erkennt ihr die armen versteinerten Trolle?!)


Um an den Schwefelfeldern zu schnuppern...


Die Vulkankrater und Pseudokrater zu begutachten...


 Von den Wasserfällen durchfeuchtet zu werden..., oder direkt in die warmen Lagunen zu steigen...

Knapp 500 Fotos habe ich gemacht und doch vieles nicht fotografiert, weil ich einfach nur hinschauen musste ohne Linse vor dem Gesicht.

Island ist so urban - man hat das Gefühl, dass hier soeben die Erde entstanden ist und gleich irgend ein Kiemenwesen aus der Ursuppe robbt, um seinen ersten Atemzug an Land zu nehmen...

Oder, dass gleich ein Vulkan erzittert und alles auseinander zieht und die Erde sich teilt...

Wir sind tatsächlich durch einen Felsen (Berg wäre zuviel gesagt) gefahren, auf einer Straße, der wirklich in der Mitte gebrochen ist, weil dort wirklich die Erdplatten auseinanderdriften - erschreckend schön und faszinierend...

In Island im Wald


Wir hatten dort eine deutsche Reiseleiterin, die uns sehr schön erklärt hat, mit welchen Ungewöhnlichkeiten sie sich dort abfinden musste als so sie der Liebe wegen vor vielen Jahren dorthin auswanderte, was dieses Land so seltsam macht.

Dass, wenn man im Landesinneren wohnt, es so abgeschieden sein kann, dass man nur einmal im Monat einkaufen fahren kann, weil es meist einen ganzen Tag dauert, oder auch zwei, bis man wieder Zuhause ist...
Dass dort das warme Wasser direkt aus dem Boden in die Leitung kommt und nicht extra erwärmt werden muss, dafür aber leicht schwefelig schmeckt...
Dass die Isländer das Wasser teilweise gar nicht abstellen, weil es dort keinen Mangel daran gibt und das Umweltbewusstsein dafür gar nicht da ist. ..
Dass man seine Haustür nicht abschließen muss, weil dort nie wirklich etwas Böses passiert...
Dass der Strom so günstig ist durch die ganzen Warmwasserwerke, dass dort die Fernseher auch laufen, wenn niemand Zuhause ist...
Dass man dort Brot in der Erde backen kann, einfach so...
Dass einer der lustigsten Witze ist:
Was macht man, wenn man sich im Wald verlaufen hat?
 - aufstehen - 
... weil es einfach nicht genug Bäume gibt, fast nur Sträucher...
...

Gegensätze und doch ganz anders


Natürlich besuchten wir auch Reykjavik und auch hier prallten Ursprung, Landschaft und moderne Stadt aufeinander. Keine Wolkenkratzer, kein lauter Verkehr, eher das Gefühl einer niedlichen Studentenstadt mit viel Kultur, Kunst und schönen Menschen.

Daneben aber auch leere Gassen, Industrie und Tourismus.


Ich glaube, dass man Island unbedingt einmal gesehen haben muss!

Auswandern würde ich dorthin wohl nicht - mir fehlen dort die Bäume und Wälder und ich mag keine Schafshirne essen und Trockenfisch, aber das, was ich dort kurz kennen gelernt habe, hat mich berührt.


Und abgesehen von unserem tief beeindruckendem Whalewatching mit Baby-Delfin und Zwergwal, sowie einer Herde Killerwale auf See, hat uns Island meinen bisher schönsten Sonnenuntergang geschenkt...


Also sollte Deutschland gegen Island im Finale stehen...

16. Juni 2016

30 Kilo abgenommen

„Boah, hast du aber abgenommen!“

Das höre ich in letzter Zeit immer öfter. Dabei habe ich im letzten halben Jahr nur ca. 5 Kilo abgenommen.

5 Kilo mag für einige sehr viel klingen, vor allem, wenn man vielleicht knapp 1,60 m groß ist und ansonsten auch eher zierlich gebaut ist, wenn man aber wie ich 1,81 m groß ist und keinen zierlichen Knochenbau hat, dann fallen 5 Kilo gar nicht so ins Gewicht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Vor knapp 2 Jahren war ich so stolz, dass ich s geschafft hatte, 10 Kilo abzunehmen, das hat aber keiner gesehen, dabei hätte ich die Motivation damals sehr gebraucht, denn mein Ziel war es eigentlich 20 Kilo abzunehmen. Nach 10 Kilo war ich total stolz auf mich, auf dem richtigen Weg zu sein und freute mich über ein Gürtelloch weniger.

Aber wie schon gesagt, wenn man sehr groß ist und dazu noch sehr, sehr dick, so wie ich, dann sind 5 Kilo nicht sichtbar und anscheinend auch 10 Kilo noch keiner Jubelschreie wert.

An dieser Stelle ein kleiner Appell, wenn euch ein dicker Mensch freudig verkündet, er hätte ein paar Kilo abgenommen, lobt ihn!

Was andere sehen und was man selber fühlt

Wohl gefühlt habe ich mich immer, egal wieviel die Waage angezeigt hat. Ich habe mich nie so dick oder beeinträchtigt gefühlt, wie es die Waage, die Ärzte oder das Umfeld es wohl zu sehen geglaubt hatten.
Ok, gesehen habe ich das auch, schließlich gibt es auch hier Ganzkörperspiegel und genervt hat es mich auch, dass ich nicht so „schlank“ ausgesehen habe, wie ich mich fühlte, aber ich hatte keinen wirklichen Leidensdruck und Essen ist so lecker!

Die magische Zahl

Der Gedankenwandel, dass ich was „tun“ müsste, kam mit einer magischen Zahl, die in meinem Kopf rumschwirrte, die ich nie auf meiner Waage sehen wollte.

Nachdem meine Knie sich dann öfter schmerzhaft bemerkbar machten (wir wohnen im Dachgeschoss und ich liebe es, wenn schlanke sportliche Menschen ächzend und stöhnen ob der Treppen vor meiner Tür nach Wasser rufen – und nein, die Treppen helfen leider nicht beim Abnehmen und ja, ich hasse sie auch, aber ich atme sie besser weg), wagte ich den lang verschmähten Gang auf die Waage und stellte sehr entsetzt fest, dass exakt genau diese Zahl angezeigt wurde.

Ich will nicht verzichten

Sehr geschockt wegen der Ausmaße (ich liebe platte Wortspiele) lud ich mir sofort die „WeightWatchers“-App runter.

Irgendein Plan musste her und von irgendwelchen Eiweißdrinks, Tabletten und Pülverchen halte ich prinzipiell gar nichts. „Atkins“ halte ich persönlich für wahnsinnig ungesund, außerdem mag ich nicht so gerne Fleisch, „Schlank im Schlaf“ habe ich mal probiert – es hat auch irgendwie funktioniert, aber ich kann einfach morgens nicht sofort und so viel Essen, wie ich es gedurft bzw. gemusst hätte (5-6 ganze süß belegte Brötchen, örks).

Für mich war klar, es lag an mir und meinem Essverhalten, ich kann nur abnehmen, wenn ich weitestgehend selbst bestimme und auswähle, was ich esse.
Da ich aber kein Gruppentherapiemensch bin, reichte mir völlig die App, die mir sagte, was ich darf und die mir verbildlichte, was ich wirklich zu mir nahm.

Mir war auch klar, dass ich nicht auf die Schnelle abnehmen wollte und durfte, denn ich wollte meine Ernährung auf „richtig“ gesund umstellen – mein Ziel: eine Ernährungsweise finden, die gesund ist und mir schmeckt und die ich problemlos beibehalten kann, ohne das Gefühl zu haben, ich muss den Rest meines Lebens auf irgendetwas verzichten (das muss ich auf Grund vieler Lebensmittelunverträglichkeiten sowieso schon).

Am Ziel?!

Langsam aber stetig nahm ich so über knapp eineinhalb Jahre etwas über 20 Kilo ab und hatte beide Ziele erreicht – Gewicht reduziert und Ernährung umgestellt.

Wohler gefühlt habe ich mich nicht, nicht wirklich – meine Knie schmerzten nicht mehr so sehr, aber eigentlich hat sich nichts für mich verändert vom Körpergefühl her.

Dann kam der Diabetes dazu – und nein, der hatte nichts mit meinem Gewicht oder meiner bisherigen Ernährungsweise zu tun (dazu hier mehr).
Und es hieß, mit Diabetes ist abnehmen noch schwieriger. Gewicht halten war schon schwer genug, die Umstellung mit dem Diabetes war eine riesige Aufgabe und während ich mich an die neue Situation gewöhnen musste, musste ich mich auch noch einmal mehr und intensiver mit gesunder Ernährung auseinandersetzen.

Alles was ich bisher gemacht oder gedacht hatte stand plötzlich wieder in Zweifel, denn nichts schien wirklich für mich langfristig zu passen und zu funktionieren.

Ich war sehr verunsichert und wollte auch nicht wieder zu nehmen, nachdem ich mir die 20 Kilo so hart erkämpft hatte, aber mit den Nebenwirkungen meiner Erkrankung, den Lebensmittelunverträglichkeiten und dem Diabetes war ich wirklich eine ganze Weile gestresst.

Der Weg ist das Ziel und ja, es muss Klick machen

Inzwischen klappt alles ganz gut, ich habe nicht nur mein Gewicht halten können, sondern nochmal 10 Kilo abgenommen. Ich kenne meine (Lebensmittel-)Feinde und meine Glücklichmacher beim Essen.
Low Carb ist ein neuer Begriff in meinen Rezepten, ansonsten entscheidet der Bauch (im doppelten Sinne – Lust und Verträglichkeit) und der Blutzucker, wann und was ich esse.

Nach meinem Waagenschock vor 3 Jahren sind nun also über 30 Kilo Gewicht gefallen!

Laut BMI bin ich zwar immer noch übergewichtig, aber nicht mehr adipös.
Ganz schlank werde ich wohl nie, muss ich aber auch nicht, weil ich mich noch immer – ja ich betone noch immer – wohl fühle und mein eigentliches Ziel erreicht habe, mich gesund zu ernähren und mir trotzdem nicht alles verkneifen muss.

Resümee

Aber der Weg war sehr kurvig und wechselhaft. Ich habe eine Menge gelernt über meinen Körper, mein Essverhalten, Ernährung und Wohlfühlgewicht.

Ich fühle mich tatsächlich NICHT schlanker, mein Körper fühlt sich noch immer genauso dick, oder eben nicht so dick an, wie er sich noch vor 3 Jahren angefühlt hat. Aber ja, ich fühle mich wohler, weil ich mit viel mehr Selbstbewusstsein lecker essen kann, was mir schmeckt und was meinem Körper und damit auch mir guttut.



Und mal wieder kann ich euch keinen Tipp, keine Lösung oder Rat geben, wie ihr super gesund und schnell Abnehmen könnt – nur das:

Hört auf euren Körper!

Was sagt euer Magen, eure Gelenke, euer Darm und euer Kopf bei dem, was ihr esst?!
Dann bekommt ihr eure Antwort automatisch!

Lasst es euch schmecken!


6. Juni 2016

Brauner Daumen -> Grüner Balkon

Eigene Zucht

Ich habe mir hier Pflanzen gezüchtet in der Wohnung, die überleben alles!
Sogar mich und meinen braunen Daumen!

Pflanzen haben nämlich leider nicht die Angewohnheit, mir penetrant auf den Leib zu rücken, wenn sich der Wasserpegel neigt, wie mein Kater, wenn nur noch drei Körnchen Futter auf dem Schälchen liegen… - mein Kater ist da geschickter… der meldet sich schon, bevor die Schale leer ist.

Meine Grünpflanzen können das nicht… naja, schon, aber dann liegen mir die Pflanzenteile braun und vertrocknet vor den Füßen und da ist dann nix mehr zu machen mit der ganzen Pflanze…
Somit leben Pflanzen in diesem Haushalt schon sehr lange oder gar nicht….


Die größte Gefahr für meine Topfblumen sind Ferien

Wenn wir nicht da sind im Urlaub, sind alle meine Pflanzen vom Aussterben bedroht.

Aber nicht, weil sie vergessen werden zu gießen, wir haben ja immer Pflanzen- und Tiersitter, sondern weil besagte Pflanzensitter unsere Pflanzen gießen… regelmäßig… das kenne die nicht, deshalb geht es denen nicht so gut, wenn sich jemand um sie kümmert… - die wollen das inzwischen gar nicht mehr.

So leben wir bedingt im Grünen in einer wahren toleranten und harmonischen Koexistenz – keiner erwartet von dem anderen mehr, als er wirklich leisten kann! Perfekt!

Nicht, dass ich es nicht gerne wollte – in kleinen unrealistischen Tagträumen liege ich in lesend in einer Hängematte, umgeben von Ranken und seltenen blühenden Exemplaren voller Vanilleduft und Vogelgezwitscher, aber ist eben nicht so.

Merke: respektiere die Klematis



Unser Balkon ist jetzt nicht soooo klein, dass nicht auch ein Blümchen drauf passen würden und in den letzten Jahren habe ich einige botanische Experimente dort durchgeführt.
Erfolgreich negativ!

Meine Klematis hatte erst einen fürchterlichen Lausbefall und wollte danach nie wieder wachsen, geschweige denn blühen, also stellte ich ihren Topf zur Seite (über Winter), um sie bei der nächsten Aufräumaktion (früher Sommer des nächsten Jahres – an dem Tag im Jahr, wo man auf die Idee kommt, spontan zu grillen) zu entsorgen und was macht sie?!
Sie wächst und gedeiht und blüht, weil ich sie vergessen hatte…

Solche Pflanzen haben meinen vollsten Respekt, dass sie sich sogar gegen eine Naturgewalt wie mich durchsetzen können und richtig schön werden…
Ich liebe sie!


Eine neue Geschichte wird geschrieben

Nun habe ich ein bisschen Ehrgeiz und habe dieses Jahr ein neues botanisches Experiment gestartet – mit einem Uplevel:


Essbares Grünzeug – eigene Ernte – Ernährung vom eigenen Balkon – Selbstversorger…

Ok., Selbstversorgen vom Balkon aus ist jetzt sehr hoch gegriffen, aber mal beim Abendbrot mit der Gurke vom Balkon kommen, aufschneiden und unter der Familie verteilen mit den Worten:

„Die ist bei uns gewachsen!“
(Und aus der Menge kommt ein leises geraunten „Ohhhhhhhhh!“)

Das hat schon Familiengeschichtenwert!

Kräuter sind blöd

Also habe ich mir ein bisschen Internetwissen angeeignet und ein E-Book gekauft zum Thema Nasch-Balkon und bin losgezogen und habe Setzlinge und Samen gekauft – einfach mal so, wie es mir gefiel!


Brokkoli, Mangold, Erdbeeren, Tomaten, Gurken, Zuckerschoten, Salat, Möhren und Paprika.
Und ein bisschen Pfefferminz, weil wir alle gerne frischen Minztee trinken – auch im Sommer!

Ein direkter Fail waren die Kräuter, für die ich eine super trendige grüne Filztasche gekauft hatte, um sie am Geländer zu befestigen – klappt nicht! Leider!

Aber! Der Rest wächst! Und nun freue ich mich jeden Tag aufs Neue wie blöd über meinen kleinen Urwald!


Es blüht und wächst und ja ok, mir ist die Samentüte mit dem Salat etwas ausgerutscht… aber hey… sie leben noch!
Und ich habe schon geerntet – Mangold!!! Jawohl

Und eine Gurke – aber die wird noch im (Kühlschrank-)Schrein aufbewahrt und umtanzt.
Aber es wächst schon wieder eine neue Gurke und Zuckerschoten habe ich auch schon gesehen und die Erdbeeren werden sogar schon rot… auf MEINEM Balkon!


Und bei schönem Wetter genieße ich meinen Tee nun auf meiner kleinen Liege in meinem kleinen Urwald, träume von Selbstversorgung und fühl mich ein bisschen wie in meinem eigenen kleinen Gewächshaus mit Vogelgezwitscher und meine neu erblühte Klematis neben mir (und die anderen wunderschönen Blüten, dessen Namen ich nicht kenne auch)

… ist das nicht schön!!!?