12. Juli 2016

Schluss - der Shop schließt - endgültig!!!

Nein, kein Fake!


Der kleiner Himmel Shop schließt!

Nicht nur für den Urlaub, sondern komplett!

Der kleine Himmel macht dicht - es wird keine neues Stickdateien mehr geben!

Und das fühlt sich verdammt richtig so an!




Alte Dateien


Natürlich wird es alle alte Dateien, weiterhin zu kaufen geben.
Demnächst werdet ihr alle bisherigen Dateien bei alles-für-selbermacher finden:
Dort schicke ich gerade alle Dateien fleißig hin und verstopfe das Postfach und wenn ihr den Lieben dort ein bisschen Zeit gebt, könnt ihr dort auch demnächst himmlisch shoppen!

Bisher konntet ihr ja einige himmlische Dateien hier finden:


Endspurt


Bis Donnerstag bleibt mein Shop noch on und alle bis Freitag (15. Juli 2016) bezahlten Dateien werden noch verschickt und verbucht, dann schließt der Shop!


Erklärung?

Es gibt nicht viel zu erklären, glaube ich...

Ich fühle mich als "Kreative" und ich bin kein "Verkäufer" - das Internetgeschäft und der ganze Papierkram drumherum lag mir schon immer quer im Magen und hat respektive oft meine Kreativität blockiert.
Mir wird das Zeichnen und Digitalisieren fehlen - das war für mich immer Entspannung, aber alles andere nicht - dafür bin ich nicht gemacht.
Und den Shop zu schließen, fühlt sich sehr befreiend an!

Ich könnte jetzt auch noch viel rumjammern, was mir alles nicht passt am Leben, der Welt und dem Kosmos, aber im Grunde bleibt nur: es ist nicht das Richtige für mich, also muss ICH das ändern!

Und nu?

Bin ich frei, meinen Blog zu führen, ohne euch etwas aufschwatzen zu wollen - den hier geht es weiter!
Kann ich mich privat auf andere Dinge einlassen, die mir links und rechts gefallen, aber nie Platz gefunden habe zwischen meinem schlechten Gewissen und dem Druck, was tun zu müssen.
Und ich kann die blöde Business-Brille absetzen, durch die ich eh so schlecht sehen konnte und habe nun endlich wieder klare Sicht im Netz, den Blogs und den Menschen hier in meinem Computer!

Ich freu mich!
Und ich hoffe ihr bleibt und freut euch mit mir!




29. Juni 2016

Island - Rückblick - Ode an das Land der Trolle und Elfen - aus aktuellem Anlass

Ätherisch

Das ist das erste Wort, das mir vor 2 Jahren einfiel, als ich morgens wach wurde und an Deck unseres Urlaubsschiffs stand und zum ersten Mal einen Blick auf Island warf.

Es war kühl, aber mild. Es war flach und doch steil. Es dampfte und wolkte, aber es war nicht nebelig. Es war grau und grün und blau und es war sehr still an Bord. Ungewöhnlich still, denn irgendwie waren alle gefangen von dem Anblick.


Von Trollen und der Ursuppe

Ich kam mir vor wie ein Landhopper - 12 Länder in 5 Tagen, denn wir waren nur 2 Tage in Island und wir haben leider das Land nur gestreift, aber die kurze Zeit hat gereicht, um zu faszinieren, denn egal, was ich euch hier an Bildern zeigen kann, nicht ein Foto konnte die Besonderheit einfangen, die dort herrscht.

Wir hatten leider nicht immer gutes Wetter und oft wirkte die Landschaft grau und braun von Nebelschwaden durchzogen, aber gleichzeitig wirkten die bewohnten Orte auch wieder bunt und lebendig wie Kinderzeichnungen.

Unser erstes Ziel war Akureyri und von dort starteten wir, um uns die Trollfelsen anzuschauen...

(Na erkennt ihr die armen versteinerten Trolle?!)


Um an den Schwefelfeldern zu schnuppern...


Die Vulkankrater und Pseudokrater zu begutachten...


 Von den Wasserfällen durchfeuchtet zu werden..., oder direkt in die warmen Lagunen zu steigen...

Knapp 500 Fotos habe ich gemacht und doch vieles nicht fotografiert, weil ich einfach nur hinschauen musste ohne Linse vor dem Gesicht.

Island ist so urban - man hat das Gefühl, dass hier soeben die Erde entstanden ist und gleich irgend ein Kiemenwesen aus der Ursuppe robbt, um seinen ersten Atemzug an Land zu nehmen...

Oder, dass gleich ein Vulkan erzittert und alles auseinander zieht und die Erde sich teilt...

Wir sind tatsächlich durch einen Felsen (Berg wäre zuviel gesagt) gefahren, auf einer Straße, der wirklich in der Mitte gebrochen ist, weil dort wirklich die Erdplatten auseinanderdriften - erschreckend schön und faszinierend...

In Island im Wald


Wir hatten dort eine deutsche Reiseleiterin, die uns sehr schön erklärt hat, mit welchen Ungewöhnlichkeiten sie sich dort abfinden musste als so sie der Liebe wegen vor vielen Jahren dorthin auswanderte, was dieses Land so seltsam macht.

Dass, wenn man im Landesinneren wohnt, es so abgeschieden sein kann, dass man nur einmal im Monat einkaufen fahren kann, weil es meist einen ganzen Tag dauert, oder auch zwei, bis man wieder Zuhause ist...
Dass dort das warme Wasser direkt aus dem Boden in die Leitung kommt und nicht extra erwärmt werden muss, dafür aber leicht schwefelig schmeckt...
Dass die Isländer das Wasser teilweise gar nicht abstellen, weil es dort keinen Mangel daran gibt und das Umweltbewusstsein dafür gar nicht da ist. ..
Dass man seine Haustür nicht abschließen muss, weil dort nie wirklich etwas Böses passiert...
Dass der Strom so günstig ist durch die ganzen Warmwasserwerke, dass dort die Fernseher auch laufen, wenn niemand Zuhause ist...
Dass man dort Brot in der Erde backen kann, einfach so...
Dass einer der lustigsten Witze ist:
Was macht man, wenn man sich im Wald verlaufen hat?
 - aufstehen - 
... weil es einfach nicht genug Bäume gibt, fast nur Sträucher...
...

Gegensätze und doch ganz anders


Natürlich besuchten wir auch Reykjavik und auch hier prallten Ursprung, Landschaft und moderne Stadt aufeinander. Keine Wolkenkratzer, kein lauter Verkehr, eher das Gefühl einer niedlichen Studentenstadt mit viel Kultur, Kunst und schönen Menschen.

Daneben aber auch leere Gassen, Industrie und Tourismus.


Ich glaube, dass man Island unbedingt einmal gesehen haben muss!

Auswandern würde ich dorthin wohl nicht - mir fehlen dort die Bäume und Wälder und ich mag keine Schafshirne essen und Trockenfisch, aber das, was ich dort kurz kennen gelernt habe, hat mich berührt.


Und abgesehen von unserem tief beeindruckendem Whalewatching mit Baby-Delfin und Zwergwal, sowie einer Herde Killerwale auf See, hat uns Island meinen bisher schönsten Sonnenuntergang geschenkt...


Also sollte Deutschland gegen Island im Finale stehen...

16. Juni 2016

30 Kilo abgenommen

„Boah, hast du aber abgenommen!“

Das höre ich in letzter Zeit immer öfter. Dabei habe ich im letzten halben Jahr nur ca. 5 Kilo abgenommen.

5 Kilo mag für einige sehr viel klingen, vor allem, wenn man vielleicht knapp 1,60 m groß ist und ansonsten auch eher zierlich gebaut ist, wenn man aber wie ich 1,81 m groß ist und keinen zierlichen Knochenbau hat, dann fallen 5 Kilo gar nicht so ins Gewicht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Vor knapp 2 Jahren war ich so stolz, dass ich s geschafft hatte, 10 Kilo abzunehmen, das hat aber keiner gesehen, dabei hätte ich die Motivation damals sehr gebraucht, denn mein Ziel war es eigentlich 20 Kilo abzunehmen. Nach 10 Kilo war ich total stolz auf mich, auf dem richtigen Weg zu sein und freute mich über ein Gürtelloch weniger.

Aber wie schon gesagt, wenn man sehr groß ist und dazu noch sehr, sehr dick, so wie ich, dann sind 5 Kilo nicht sichtbar und anscheinend auch 10 Kilo noch keiner Jubelschreie wert.

An dieser Stelle ein kleiner Appell, wenn euch ein dicker Mensch freudig verkündet, er hätte ein paar Kilo abgenommen, lobt ihn!

Was andere sehen und was man selber fühlt

Wohl gefühlt habe ich mich immer, egal wieviel die Waage angezeigt hat. Ich habe mich nie so dick oder beeinträchtigt gefühlt, wie es die Waage, die Ärzte oder das Umfeld es wohl zu sehen geglaubt hatten.
Ok, gesehen habe ich das auch, schließlich gibt es auch hier Ganzkörperspiegel und genervt hat es mich auch, dass ich nicht so „schlank“ ausgesehen habe, wie ich mich fühlte, aber ich hatte keinen wirklichen Leidensdruck und Essen ist so lecker!

Die magische Zahl

Der Gedankenwandel, dass ich was „tun“ müsste, kam mit einer magischen Zahl, die in meinem Kopf rumschwirrte, die ich nie auf meiner Waage sehen wollte.

Nachdem meine Knie sich dann öfter schmerzhaft bemerkbar machten (wir wohnen im Dachgeschoss und ich liebe es, wenn schlanke sportliche Menschen ächzend und stöhnen ob der Treppen vor meiner Tür nach Wasser rufen – und nein, die Treppen helfen leider nicht beim Abnehmen und ja, ich hasse sie auch, aber ich atme sie besser weg), wagte ich den lang verschmähten Gang auf die Waage und stellte sehr entsetzt fest, dass exakt genau diese Zahl angezeigt wurde.

Ich will nicht verzichten

Sehr geschockt wegen der Ausmaße (ich liebe platte Wortspiele) lud ich mir sofort die „WeightWatchers“-App runter.

Irgendein Plan musste her und von irgendwelchen Eiweißdrinks, Tabletten und Pülverchen halte ich prinzipiell gar nichts. „Atkins“ halte ich persönlich für wahnsinnig ungesund, außerdem mag ich nicht so gerne Fleisch, „Schlank im Schlaf“ habe ich mal probiert – es hat auch irgendwie funktioniert, aber ich kann einfach morgens nicht sofort und so viel Essen, wie ich es gedurft bzw. gemusst hätte (5-6 ganze süß belegte Brötchen, örks).

Für mich war klar, es lag an mir und meinem Essverhalten, ich kann nur abnehmen, wenn ich weitestgehend selbst bestimme und auswähle, was ich esse.
Da ich aber kein Gruppentherapiemensch bin, reichte mir völlig die App, die mir sagte, was ich darf und die mir verbildlichte, was ich wirklich zu mir nahm.

Mir war auch klar, dass ich nicht auf die Schnelle abnehmen wollte und durfte, denn ich wollte meine Ernährung auf „richtig“ gesund umstellen – mein Ziel: eine Ernährungsweise finden, die gesund ist und mir schmeckt und die ich problemlos beibehalten kann, ohne das Gefühl zu haben, ich muss den Rest meines Lebens auf irgendetwas verzichten (das muss ich auf Grund vieler Lebensmittelunverträglichkeiten sowieso schon).

Am Ziel?!

Langsam aber stetig nahm ich so über knapp eineinhalb Jahre etwas über 20 Kilo ab und hatte beide Ziele erreicht – Gewicht reduziert und Ernährung umgestellt.

Wohler gefühlt habe ich mich nicht, nicht wirklich – meine Knie schmerzten nicht mehr so sehr, aber eigentlich hat sich nichts für mich verändert vom Körpergefühl her.

Dann kam der Diabetes dazu – und nein, der hatte nichts mit meinem Gewicht oder meiner bisherigen Ernährungsweise zu tun (dazu hier mehr).
Und es hieß, mit Diabetes ist abnehmen noch schwieriger. Gewicht halten war schon schwer genug, die Umstellung mit dem Diabetes war eine riesige Aufgabe und während ich mich an die neue Situation gewöhnen musste, musste ich mich auch noch einmal mehr und intensiver mit gesunder Ernährung auseinandersetzen.

Alles was ich bisher gemacht oder gedacht hatte stand plötzlich wieder in Zweifel, denn nichts schien wirklich für mich langfristig zu passen und zu funktionieren.

Ich war sehr verunsichert und wollte auch nicht wieder zu nehmen, nachdem ich mir die 20 Kilo so hart erkämpft hatte, aber mit den Nebenwirkungen meiner Erkrankung, den Lebensmittelunverträglichkeiten und dem Diabetes war ich wirklich eine ganze Weile gestresst.

Der Weg ist das Ziel und ja, es muss Klick machen

Inzwischen klappt alles ganz gut, ich habe nicht nur mein Gewicht halten können, sondern nochmal 10 Kilo abgenommen. Ich kenne meine (Lebensmittel-)Feinde und meine Glücklichmacher beim Essen.
Low Carb ist ein neuer Begriff in meinen Rezepten, ansonsten entscheidet der Bauch (im doppelten Sinne – Lust und Verträglichkeit) und der Blutzucker, wann und was ich esse.

Nach meinem Waagenschock vor 3 Jahren sind nun also über 30 Kilo Gewicht gefallen!

Laut BMI bin ich zwar immer noch übergewichtig, aber nicht mehr adipös.
Ganz schlank werde ich wohl nie, muss ich aber auch nicht, weil ich mich noch immer – ja ich betone noch immer – wohl fühle und mein eigentliches Ziel erreicht habe, mich gesund zu ernähren und mir trotzdem nicht alles verkneifen muss.

Resümee

Aber der Weg war sehr kurvig und wechselhaft. Ich habe eine Menge gelernt über meinen Körper, mein Essverhalten, Ernährung und Wohlfühlgewicht.

Ich fühle mich tatsächlich NICHT schlanker, mein Körper fühlt sich noch immer genauso dick, oder eben nicht so dick an, wie er sich noch vor 3 Jahren angefühlt hat. Aber ja, ich fühle mich wohler, weil ich mit viel mehr Selbstbewusstsein lecker essen kann, was mir schmeckt und was meinem Körper und damit auch mir guttut.



Und mal wieder kann ich euch keinen Tipp, keine Lösung oder Rat geben, wie ihr super gesund und schnell Abnehmen könnt – nur das:

Hört auf euren Körper!

Was sagt euer Magen, eure Gelenke, euer Darm und euer Kopf bei dem, was ihr esst?!
Dann bekommt ihr eure Antwort automatisch!

Lasst es euch schmecken!


6. Juni 2016

Brauner Daumen -> Grüner Balkon

Eigene Zucht

Ich habe mir hier Pflanzen gezüchtet in der Wohnung, die überleben alles!
Sogar mich und meinen braunen Daumen!

Pflanzen haben nämlich leider nicht die Angewohnheit, mir penetrant auf den Leib zu rücken, wenn sich der Wasserpegel neigt, wie mein Kater, wenn nur noch drei Körnchen Futter auf dem Schälchen liegen… - mein Kater ist da geschickter… der meldet sich schon, bevor die Schale leer ist.

Meine Grünpflanzen können das nicht… naja, schon, aber dann liegen mir die Pflanzenteile braun und vertrocknet vor den Füßen und da ist dann nix mehr zu machen mit der ganzen Pflanze…
Somit leben Pflanzen in diesem Haushalt schon sehr lange oder gar nicht….


Die größte Gefahr für meine Topfblumen sind Ferien

Wenn wir nicht da sind im Urlaub, sind alle meine Pflanzen vom Aussterben bedroht.

Aber nicht, weil sie vergessen werden zu gießen, wir haben ja immer Pflanzen- und Tiersitter, sondern weil besagte Pflanzensitter unsere Pflanzen gießen… regelmäßig… das kenne die nicht, deshalb geht es denen nicht so gut, wenn sich jemand um sie kümmert… - die wollen das inzwischen gar nicht mehr.

So leben wir bedingt im Grünen in einer wahren toleranten und harmonischen Koexistenz – keiner erwartet von dem anderen mehr, als er wirklich leisten kann! Perfekt!

Nicht, dass ich es nicht gerne wollte – in kleinen unrealistischen Tagträumen liege ich in lesend in einer Hängematte, umgeben von Ranken und seltenen blühenden Exemplaren voller Vanilleduft und Vogelgezwitscher, aber ist eben nicht so.

Merke: respektiere die Klematis



Unser Balkon ist jetzt nicht soooo klein, dass nicht auch ein Blümchen drauf passen würden und in den letzten Jahren habe ich einige botanische Experimente dort durchgeführt.
Erfolgreich negativ!

Meine Klematis hatte erst einen fürchterlichen Lausbefall und wollte danach nie wieder wachsen, geschweige denn blühen, also stellte ich ihren Topf zur Seite (über Winter), um sie bei der nächsten Aufräumaktion (früher Sommer des nächsten Jahres – an dem Tag im Jahr, wo man auf die Idee kommt, spontan zu grillen) zu entsorgen und was macht sie?!
Sie wächst und gedeiht und blüht, weil ich sie vergessen hatte…

Solche Pflanzen haben meinen vollsten Respekt, dass sie sich sogar gegen eine Naturgewalt wie mich durchsetzen können und richtig schön werden…
Ich liebe sie!


Eine neue Geschichte wird geschrieben

Nun habe ich ein bisschen Ehrgeiz und habe dieses Jahr ein neues botanisches Experiment gestartet – mit einem Uplevel:


Essbares Grünzeug – eigene Ernte – Ernährung vom eigenen Balkon – Selbstversorger…

Ok., Selbstversorgen vom Balkon aus ist jetzt sehr hoch gegriffen, aber mal beim Abendbrot mit der Gurke vom Balkon kommen, aufschneiden und unter der Familie verteilen mit den Worten:

„Die ist bei uns gewachsen!“
(Und aus der Menge kommt ein leises geraunten „Ohhhhhhhhh!“)

Das hat schon Familiengeschichtenwert!

Kräuter sind blöd

Also habe ich mir ein bisschen Internetwissen angeeignet und ein E-Book gekauft zum Thema Nasch-Balkon und bin losgezogen und habe Setzlinge und Samen gekauft – einfach mal so, wie es mir gefiel!


Brokkoli, Mangold, Erdbeeren, Tomaten, Gurken, Zuckerschoten, Salat, Möhren und Paprika.
Und ein bisschen Pfefferminz, weil wir alle gerne frischen Minztee trinken – auch im Sommer!

Ein direkter Fail waren die Kräuter, für die ich eine super trendige grüne Filztasche gekauft hatte, um sie am Geländer zu befestigen – klappt nicht! Leider!

Aber! Der Rest wächst! Und nun freue ich mich jeden Tag aufs Neue wie blöd über meinen kleinen Urwald!


Es blüht und wächst und ja ok, mir ist die Samentüte mit dem Salat etwas ausgerutscht… aber hey… sie leben noch!
Und ich habe schon geerntet – Mangold!!! Jawohl

Und eine Gurke – aber die wird noch im (Kühlschrank-)Schrein aufbewahrt und umtanzt.
Aber es wächst schon wieder eine neue Gurke und Zuckerschoten habe ich auch schon gesehen und die Erdbeeren werden sogar schon rot… auf MEINEM Balkon!


Und bei schönem Wetter genieße ich meinen Tee nun auf meiner kleinen Liege in meinem kleinen Urwald, träume von Selbstversorgung und fühl mich ein bisschen wie in meinem eigenen kleinen Gewächshaus mit Vogelgezwitscher und meine neu erblühte Klematis neben mir (und die anderen wunderschönen Blüten, dessen Namen ich nicht kenne auch)

… ist das nicht schön!!!?





26. Mai 2016

Tschüss, ich muss jetzt sterben! – oder wie sagt man…


Kleine Anmerkung: Bitte, bitte, bitte keine Mitleidsbekundungen. Das letzte was ich möchte, ist Mitleid erwecken! Ich möchte anrühren, euch das Positive zeigen! Mauern zeigen und gerne auch eigene Mauern eingerissen bekommen! Ich bin nicht euer Patient und ich bin nicht euer Psychologe oder Ratgeber, ich möchte euch anregen, euch eigene Gedanken dazu zu machen, weil ich glaube, dass es vielleicht helfen kann.

Leben mit dem Tod

Ich habe gerade den Post von berlin-mitte-mom „ein Meer ungeweinter Tränen“ gelesen und bin mir nun sicher, dass es kein Fehler ist, den Tod auch an dieser Stelle mal „sein“ zu lassen.
Anna schreibt über den Tod ihrer Mutter, ihre Erinnerungen daran und ihren Verarbeitungsprozess - der Tod als Teil des Lebens, die Wut, die Trauer, die Desorientiertheit, auch wenn man einen lieben Menschen in Krankheit noch eine Weile begleitet und man weiß, dass es absehbar enden wird und sich selber in einer Art Paralleluniversum.

Wenn man nicht gerade brutal aus dem Leben gerissen wird, so kommt man doch zumeist eher über Krankheit und Alter mit dem Thema Tod in Kontakt.
Omas und Opas können sterben, Haustiere können sterben, Nachbarn und Kranke können sterben, in den Nachrichten wird viel gestorben. Sterben, dass uns anrührt, anstupst, mal mehr mal weniger intensiv.

Das Einzige, dem ich nichts schreibens- oder gedankenwertes abgewinnen kann, ist der Gedanke, dass eines meiner Kinder sterben könnte… hier bleibt auch meine Mauer stehen ohne eine Spur Licht… Schreibblockade, Gedankenblockade…


Der Tod kann das Leben bereichern

Das Thema Tod ist so vielseitig und wird so oft totgeschwiegen, dass man glauben könnte, wir wären alle unsterblich.

Sind wir aber nicht!
Und ich habe schon oft überlegt, ob und wie ich meine speziellen Gedanken dazu hier wiedergeben soll, darf und kann. Denn es gibt einen besonderen Aspekt, der mich plötzlich mit voller Wucht erwischt hat, den ich vorher zwar schon mal „überdacht“ hatte, aber nie wirklich „zuende“ denken musste.
Ein Gedanke, den ich gerne weiter tragen möchte zu denen, die bereit sind, sich darauf ein zu lassen. Das Thema Tod ist nicht ohne Schmerzen denkbar, aber es kann so viel Positives in einen selbst bewirken.

Es geht hier und jetzt nur um diesen einen Aspekt – dem Abschied von den eigenen Kindern.

Wenn Mama stirbt?!

Was ist mit unserer eigenen Sterblichkeit?!

Ich – also ich als Mutter mit Kindern – sterbe nicht so schnell, oder?!

Ja, ich lebe noch!
Aber ich dachte, ich müsste sterben.

Also nicht dieser Schreckmoment kurz vor einem Unfall oder Ähnlichem, das wo man die Vergangenheit wie in einem Film vor den eigenen Augen ablaufen sieht, sondern ich hatte Krebs (2009, das wissen bestimmt die meisten hier), so ‘n tödlichen Scheiß, den keiner braucht und der immer öfter seine Bahnen zu ziehen scheint.

Horrornachricht – Bäm! – Diagnose Krebs – Lebenserwartung 3-6 Monate – OP kritisch.

Meine Kinder damals 7 und 10 Jahre alt. In meinem Kopf Leere und völliges Gedankenchaos gleichzeitig.

Ich wusste von einem Tag auf den anderen nicht mehr – bin ich nächste Woche tot, weil die OP riskant ist, oder habe ich danach nach ein paar Wochen… Monate… Jahre?
Mal abgesehen von der Masse an Gefühlen die einen überwältigt, meiner Familie, meinen Freunden, den Umständen als solche, die Planungen, weitere Organisationen hatte ich einen ganz intensiven Gedanken, den ich nie mit jemanden besprechen konnte/wollte – wie Verabschiede ich mich von meinen Kindern?!

Ich geh dann mal

Was mache ich als Mutter, wenn ich weiß, dass ich vielleicht zu früh gehen muss?
Ich kann nicht meine Krankenhaustasche nehmen und aus der Tür gehen und winkend rufen „Tschüss, kann sein, dass ich sterbe, wenn nicht, melde‘ ich mich die Tage!“

Bei meinem bekannten Grundsarkasmus, würden Freunde sich über einen solchen Satz von mir nicht wundern… bei seinen eigenen Kindern, nein… niemals! – alt genug, um alles zu verstehen – zu jung, um ohne Mama weiter leben zu sollen.

Man hat manchmal keine Wahl und man weiß nur, dass sich etwas verändern wird – radikal – endgültig, aber wann genau und wie genau, dass wissen wir nie wirklich – niemals, auch nicht jetzt.

Vielleicht geht ja alles gut!


Ein letzter Tag?

Es gibt diesen Spruch „Lebe jeden Tag, als wäre es deiner letzter!“

Er soll ermuntern, einen antreiben, Dinge zu tun, die einen glücklich machen.
Der Gedanke, der dahinter steckt ist im Grunde sehr schön – lebe und genieße! Mache Bungeejumping, Reise um die Welt, nimm einen neuen Job an, rieche an der Blume, ruf deine Freundinnen an!
Ja!
Tut das!
Macht es!
Genießt es!

Aber leben, als wäre es das letzte Mal?! Ich finde das anmaßend!


Egoistisch in den Tod

Ich bin mir sicher, dass ich meinen letzten Tag nicht an einem Gummiseil in der Tiefe baumeln möchte oder nach Barcelona fliegen und Tapas essen möchte.

Ich möchte meine Lieben drücken und sie nicht mehr loslassen, ich will dann nicht reden, sondern die Nähe und Liebe spüren, die wir alle brauchen in guten wie in schlechten Zeiten – das worauf es eigentlich ankommt, täglich, das was wir zum Leben brauchen und was im Alltag manchmal unter geht.

Das ist aber nur meine Wunschvorstellung! Das muss jeder für sich selber entscheiden – und mal ehrlich, wie oft oder wie „real“ denken wir darüber nach, was man am aller letzten Tag gerne tun würde…?!

Und wenn man dann darüber nachdenken muss…?!

Wenn man nur noch eine Woche hat?!

Nein, wir haben unseren Kindern vor meiner OP nicht gesagt, was ich habe und wie kritisch es sein könnte. Ich habe mich auf einen meiner Ärzte verlassen, der mir versprochen hat, dass ich die OP überleben werden (Danke lieber Herr Dr. B. - ihre Worte, so wenige und doch begleiten sie mich bis heute).

Ich habe Abschiedsbriefe geschrieben – auch an meine Kinder und das war das verflucht härteste, was ich mir selber jemals angetan habe.

Was schreibt man seinen Kindern, wenn man nicht weiß, ob man sie noch einmal sehen wird? Wenn man weiß, man wird ihr Leben verpassen? Wenn man alles sagen will und nicht genug Worte hat für etwas, das Zeit bräuchte und Nähe und Liebe?!

Es war/ist ein sehr kurzer Brief, weil es einfach nicht geht, sein geballtes Muttersein auf Papier zu bringen. Ein Papier, dass sie den Rest ihres Lebens bis ins Erwachsensein begleiten würde, der das Kind jetzt tröstet und den erwachsenen später noch Tiefe gibt.

Kann man so etwas überhaupt schreiben?

Und ja mir kam der Gedanke – wie fair ist das eigentlich?

Ist es fair, Worte zu hinterlassen, die einen Menschen ein ganzes Leben lang prägen können ohne abschätzen zu können, in welche Richtung man den Menschen damit schickt?! Ohne etwas tiefer erklären zu können, etwas das einen berührt und immer passt und hilft…?!

Ich lebe in keinem Roman, in dem der Protagonist getragen von einem Abschiedsbrief durch die Untiefen des Lebens irrt und dank präziser und wunderbarer Worte zu sich und seinem Glück findet. Ich wäre das in manchen Momenten gerne, aber ich bin es nicht.

Versteht ihr, was ich meine? Etwas Unwiederbringliches auf Papier zu schreiben oder zu sagen, dass einen anderen Menschen frei geben soll und doch gleichzeitig fesseln kann für den Rest des Lebens… das Leben des eigenen Kindes?!

Nehme ich nicht mit dem Versuch, so etwas zu formulieren auch etwas weg - nämlich die Entscheidung, wie meine Kinder eigentlich mit meinem Verlust umgehen wollen… können… müssen… sollten…

Wie macht man es richtig?
Tod geht auch nicht perfekt!

Und wenn man ein paar Monate hat?

Nun, ich habe die OP überlebt! Danke!!!

Und wie geht es weiter und wie lange? Was wäre, wenn ich nur noch ein paar Wochen hätte? Doch Bungeejumping, Barcelona, Kaffeetrinken und Blumenschnuppern?!
Ja!

Und wie verbringt man die letzte Zeit mit seinen Kindern?

Ist es fair, die Zeit intensiv zu nutzen? Viele schöne Momente zu kreieren – vertiefe ich nicht den Schmerz, wenn nach einer solche intensiven Zeit, ich dann doch gehen muss. Ist es egoistisch, wenn ich sie bei mir haben will? Leiden sie nicht viel mehr, wenn sie meinen Verfall sehen?

Oder verschweige ich meinen Zustand und das absehbare Ende, das kommen wird? Überspiele ich die Situation und lasse sie vielleicht so sogar alleine in ihrer Verwirrtheit, die mich als Erwachsene schon ganz wahnsinnig macht?

Ist es fair Distanz zu schaffen, damit der Abschied leichter fällt?! Macht es das nicht auch noch schlimmer?!

Wie traumatisiere ich meine Kinder am wenigsten? Was für ein Gedanke?
Was für eine Wahl habe ich?

Es tut mir leid, wenn ich euch an dieser Stell keine Lösung anbieten kann. Denn wie immer, wenn es um persönliche Belange geht, ist die Lösung oder der Weg so individuell wie die Situation und die einzelnen Menschen.
Das, was für das eine Kind richtig wäre, ist für das nächste das fatal falscheste, das man hätte tun können.

Es gibt aber Trauerberatung, sogar speziell für Kinder und wäre meine Situation aussichtloser gewesen, hätte ich mir dort Hilfe geholt.


Im Jetzt sein

Und wenn ich das Ende nicht kenne?

Ich lebe noch! Immer noch! Finde ich total gut und ich WILL, dass sich das nicht ändert! Der Krebs kann immer noch jederzeit wiederkommen und mit der Zielfahne wedeln, … oder etwas Anderes… oder gar nichts oder…

Ich lebe wieder im Jetzt und nicht in der nahenden Endlichkeit… „normal“. Denn in der Normalität kennen wir das Ende alle nicht.

Ja, man kann beim nächsten Einkauf einen Autounfall haben, aber daran muss man nun wirklich nicht jeden Tag denken und je weiter wir das wegschieben können, umso schöner!

Aber ich habe die Zielfahne ziemlich dicht vor der Nase gehabt und einen Hauch der Ahnung bekommen, wie mein letzter Tag sein sollte! Ganz egoistisch! Nur für mich!

Ich weiß aber, dass das Leben zu leben, als wäre es dein letzter Tag, nicht jeden Tag wie am letzten Tag funktioniert, nicht funktionieren kann, denn entgegen des Sinnhintergrundes des Spruchs motiviert einen nicht der Gedanke, dass morgen alles vorbei sein könnte, sondern lässt einen erstarren und egoistisch werden.
Der Tod ist zwar egoistisch – aber man hinterlässt geliebte Menschen nicht bewusst und mit gutem Gewissen mit seinem eigenen Egoismus.

Also weiterleben!

Und genau das ist so wahnsinnig wichtig – das Leben, der Alltag, die Aneinanderreihung von allen Facetten des Lebens, die Essenz der intensiven Momente und die Auseinandersetzungen, auch das Unschöne.

Und das Leben mit meinen Kindern genauso wie es ist, die Schultasche in der Ecke, die zum Aufräumen gemahnt wird, genauso wie die 5e mal grade sein lassen, die Nähe und das gehen lassen und die natürliche Abnabelung der Kinder, mit Blick ins Jetzt und in die Zukunft.

Ich wollte in der langen Genesungszeit nichts lieber, als den Alltag wieder normal begehen zu können, denn ich konnte sehen, dass genau das meinen Kindern auch Sicherheit gegeben hat – Routinen sind so ein wichtiger Rahmen in so wirren Zeiten.

Mir wurde die Zeit geschenkt und hoffentlich noch lange weiterhin, den Alltag und das Jetzt zu leben und auch dem Abschied noch Zeit zu geben.

Ich habe den Abschiedsbrief an meine Kinder nicht verändert. Denn auch mit der Zeit habe ich noch immer keine passenden Worte gefunden, mich zu verabschieden für immer.

Aber ich habe Wünsche für sie:

ich wünsche ihnen Menschen in ihrem Leben, an die sie sich jederzeit wenden können
ich wünsche ihnen, dass trotz aller Widrigkeiten, sie niemals die Schönheit und die Magie des Lebens vergessen
ich wünsche ihnen die Stärke aus sich selber, den Weg aus dem Dunklen zu finden
und ich wünsche ihnen Liebe und Zeit

Und ich verabschiede mich jeden Tag von ihnen mit einem Kuss und einer Umarmung und den Worten:

Mach's gut! Viel Spaß! Pass auf dich auf und komm' heil' wieder nach Hause! Ich liebe dich!


Es ist so leicht und doch manchmal so schwer!
Lebe dein Leben, als wäre es normal!
Und genieße es!

25. Mai 2016

Ab jetzt müsst ihr lesen!

Ich habe mich verändert

Mein Blog ist schon länger kein reiner Kreativblog mehr und ich denke seit einer ganzen Weile darüber nach, was ich damit anstellen soll. Denn ich will nicht aufhören zu bloggen. Darüber bin ich ja schon seid einer Weile (Look this POST) hinweg.

Die Zeiten der bunten Kinderkleidung sind aber nun mal lange vorbei.
Stickdateien bringe ich nur noch selten raus… vielleicht gar nicht mehr (ein anderes Thema). DIY-Themen bekommen andere fotogener und inspirierender besser hin als ich – zumal ich einfach nicht der Typ bin, der sich alles selber machen muss.
Auch wenn ich in „Wow, ist das cool, das will ich auch!“ ganz ganz groß bin, will ich das eigentlich nicht, also nicht hier, nicht jetzt, nicht für mich… also mag ich niemanden damit zuposten für mehr Klicks und Abonnenten, wenn ich da nicht hinter stehe…


Also mehr schreiben!?

Über Dinge, die mich interessieren, bewegen und wovon andere vielleicht auch noch etwas haben…?!
Wie nennt man das dann?! Lifestyle? Tagebuch? Textblog? Kolumne?

Einen Leseblog?

Also ein Textblog, den man lesen muss, weil die Bilder dazu nur für den Augencatcher und als Anbiederer in der Postvorschau erscheinen?!

Da wird jetzt aber meine Abonnentenzahl rapide sinken, wenn ich das durchziehe.
Weniger bunt und lustig. Mehr Alltag und Gedanken?

Aber sinkt das Interesse nicht eh, wenn ich so viel weniger poste, weil ich einfach kein kreatives Thema mehr habe?!

Lesen Menschen denn noch? 

Ich lese auch nicht jeden Blog – meist locken mich die Fotos, wenn ich dann sehe, dass in dem Post viel Text ist, bin ich meist selber abgeschreckt.
Einige gut besuchte „Textblogs“ haben mich auch nie interessiert, obwohl sie jeder zu lesen scheint.
Mööp!

Trotzdem habe ich einige Textblogs in meinem Blogroll und einige wenige lese ich tatsächlich regelmäßig in voller Postlänge.

Lesen ist so… zeitaufwendig… will das noch jemand – Zeit investieren?

Mir doch egal!

Nein ernsthaft: der Blog macht mir Spaß und ich habe das Bedürfnis, ihn weiter zu bedienen und ich habe auch die Hoffnung, dass ich noch immer Leute damit ansprechen und inspirieren kann.
Nur hat sich meine Perspektive verändert.

Zu warten, bis ich Oma werde, um wieder mit bunten Kindersachen aufzuwarten, ist einfach (hoffentlich) noch zu weit entfernt.
Also mache ich das, was ich auch mal konnte, damals, als ich noch jung war... und übe mich wieder im Schreiben.

Kleiner Himmel kann ja alles sein! Bunt, gehaltvoll, sinnentleert, herzzerreißend, langweilig, erwachsen, kindisch… what ever…

Es werden nun also öfter Posts folgen mit viel Text und viel Herz, die dann vielleicht manchmal nur noch inhaltlich bunt sind und ich bin gespannt, ob ihr mir folgt…


19. Mai 2016

2 Jahre - 1 Häkeldecke - und was macht ihr so?

2 Jahre häkeln

Ich habe natürlich nichts Anderes gemacht, als die letzten 2 Jahre täglich stundenlang zu häkeln!
Nicht!

Natürlich gab es Pausen, große Pausen! Im Sommer zum Beispiel habe ich gar nicht an der Decke gehäkelt, weil mir die "Masse" anbei zu warm wurde.
Zwischendurch habe ich auch andere Dinge gehäkelt, wie Stulpen, Puppen oder einfach nur sämtliche Granny Squares ausprobiert.

Und natürlich habe ich nicht „nur“ gehäkelt, sondern auch noch gelebt!
Und eigentlich ist die Decke jetzt auch schon seit 3 Monaten fertig, aber im Wust des besagten Lebens bin ich nicht zum Herzeigen gekommen.

Warum nur?!

Zugegeben, es ist auch nicht unbedingt die einfachste Aufgabe gewesen, als Häkelbeginner (also die Sorte Mensch, die in der Schule an Topflappen gescheitert sind, weil die Topflappen eher Schweizer Käse glich, als einer kompletten kleinen quadratischen Fläche mit Aufhängenübbel) direkt eine Decke in Metermaßen machen zu wollen.

Ich brauche aber Herausforderungen… manchmal… und ich wollte eben jenen Löchern entgegenwirken, indem ich stupiden einfaches Maschen häkeln übe, um eine Gleichmäßigkeit und Routine zu bekommen.
Abgesehen von ein paar Fehlern (die in der Größe nun wirklich nicht mehr auffallen), möchte ich nun behaupten, dass ich ein routinierter Häkelanfänger bin!

Nun aber…

… ist sie fertig – eigentlich!

Zumindest hat sie die Maße, die ich haben wollte – da hatte ich die Decke aber noch für ein anderes Bett geplant.
In 2 Jahren kann sich ein Plan schon mal ändern… oder zweimal… oder dreimal…
Jetzt ist sie also eigentlich fertig – aber mit 200x160 cm zu schmal für das Bett, auf der ich sie gerne hätte.
Also werde ich noch ein paar Grannys häkeln und sie nach und nach anfügen, bis sie dann die neu geplante Maße von 200x200 cm hat… ich melde mich dann wieder – so in 3-4 Jahren mit dem Endprodukt!

Und woran arbeitet ihr gerade fleißig?
Habt ihr auch so Langzeitprojekte?